Lexikon
Spam
Der mittlerweile allgemein gebräuchliche Begriff "Spam" gehört zum weltweiten Datennetz wie E-Mails und Browser: Seit Anfang der Neunziger umschreibt er das Phänomen der unerwünschten Werbebotschaften, die mittlerweile zu einem ernsthaften wirtschaftlichen Schadensfaktor avanciert sind. Zahlreiche kommerzielle, im Geheimen operierende Spam-Versender sammeln dabei private E-Mail-Adressen und verschicken an diese tagtäglich Hunderte Millionen E-Mails.
Die darin angepriesenen Produkte sorgen nicht selten für Schmunzeln: Von Viagra, Wundermedizin oder "Insidertipps" für Aktienmärkte ist die Rede. Doch das Geschäft lohnt sich: Angesichts der schier unendlichen Anzahl von tagtäglich verschickten Werbemails und einer durchschnittlichen Abverkaufsrate von etwa 0,1-0,5% ist so mancher Spamer mittlerweile zum erfolgreichen Mittelständer avanciert.
Der durch Spam entstandene Schaden ist enorm, den das Aussortieren solcher Mails kostet trotz moderner Spam-Filter kostbare Zeit: Auf diese Weise entsteht alleine hierzulande ein jährlicher Schaden von über drei Milliarden Euro.
Auch die Versender legaler, professioneller Newsletter leiden zunehmend unter der Spamflut, landen doch ihre Werbebotschaften doch immer öfter zusammen mit den unseriösen Anbietern im Papierkorb der Empfänger. Entsprechend ist es dieser Tage besonders wichtig, verschiedenen Qualitätsfaktoren (Versandart, Aufmachung etc.) Beachtung zu zollen, um nicht von Spamfiltern und serverseitigen Blacklisten vorzeitig aussortiert zu werden.
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